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Freunde der Vasarely Stiftung Verein
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Sitzungsbericht der Generalversammlung vom 16 Dezember 2004

Die Assoziation fand sich zur Generalversammlung am 16 Dezember 2004 um 19.30 in Aix-en-Provence in Gegenwart zahlreicher Mitglieder bei Herrn Patrick Saintiny ein.

Frau Jacqueline Gensul, Generalsekretär,
Herr Patrick Saintigny, Schatzmeister,
und Herr Pierre Vasarely, Präsident,,

egen die Aktivitäten des verflossenen Jahres dar und berichten über die Projekte und Aktionen für 2005 und 2006.

1. Tätigkeitsbericht.
Der Präsident eröffnet die Sitzung.
Er dankt den anwesenden und vertretenen aber auch 325 Mitgliedern, die im Laufe des Jahres 2004 ihre Unterstützung der Assoziation erwiesen haben.

Er erinnert daran, dass dank ihrer, mehre Aktionen nunmehr begonnen werden konnten :

- die Eröffnung der Internetseite www.vasarely.net mit einem monatlichem Durchschnitt von 7000 „hits“ oder Kontakten,

- Erstellung des Gesamtwerkverzeichnisses: Die Assoziation hat die von Pierre Vasarely begonnene Arbeit zur Bestandsaufnahme der Originalwerke aus bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen weitergeführt.
Bis heute zählen wir bis zu 1007 Belege von Originalwerken.
Zu diesem Zweck haben wir in der einschlägigen Fachpresse berichtet (z.B. Abschnitt erschienen in der Ausgabe des Monats November 2004 des Beaux-Arts Magazin).
Gezielte Kontakte konnten sowohl mit Privatpersonen als auch mit Institutionen geknüpft werden.

- die Gemeinde von Annet-sur-Marne hat in seine Projekte den Ankauf des Ateliers Victor Vasarelys aufgenommen, um einen Ort der Werbung und Erinnerung zu schaffen.
Für eine tatkräftige Unterstützung dieses Projekts will die Assoziation eine zentrale Rolle der Belebung von Aktivitäten und bei der Suche nach öffentlichen und privaten Partnern spielen,

-die Assoziation hat ebenfalls weitgehend eine Bestandsaufnahme der wichtigsten öffentlichen und privaten Orte von architektonischen Ausführungen Victor Vasarelys, so genannte „intégrations“, abgeschlossen, die in Frankreich und im Ausland erstellt wurden,

- ein Rundbrief mit Informationen über die Tätigkeiten der Assoziation wurde an alle Mitglieder verschickt.
Wir beabsichtigen, dieses Blatt regelmäßig aufleben zu lassen
.

2. Rechenschafts- und Finanzbericht.
Da die Gründung der Assoziation auf den 29 Januar 2004 zurückgeht, berichtet der Schatzmeister, dass die Einnahmen für das Jahr 2004 hauptsächlich aus Jahresbeiträgen der Mitglieder und Spenden und Eingaben einiger von ihnen – Bereitstellungen von Büroräumen und Informatik – aber ebenso aus freiwilligem Dienst bestehen.

Der Schatzmeister erklärt, dass die Assoziation seit Beginn ihrer Gründung ein Steuerberaterbüro beauftragt hat, das einen Buchführungsstand vom 15 Dezember abgeschlossen hat.

EINNAHMEN AUSGABEN
Beiträge 1 498,00€ Grundausstattung 150,29€
Andere (1) 1 878,50€ Andere Ausgaben (2) 2 936,28€
Total 3 376,50€ Total 3 086,57€
Bilanz: 289,93€

(1) Spende von Pierre Vasarely an die Assoziation
(2) einschließlich hauptsächlich der Erstellungskosten der Internetseite, Anzeige im Beaux-Art Magazin, Reisespesen, Post- und Bankauslagen.

Diese Finanzlage wurde einstimmig angenommen.

Mit Hinblick auf die verschiedenen unten angeführten Projekte und der Notwendigkeit der Bereitstellungen entsprechender Mittel für ihre Durchführung, schlägt die Assoziation vor, für das Jahr 2005 Anträge auf Bezuschussung bei folgenden öffentlichen Partnern zu stellen :

- Stadtverwaltung von Aix-en-Provence, Arcueil, Pecs und Budapest,
- Gemeindeverwaltung von Annet-sur-Marne, Belle Ile en Mer und Gordes,
- Gemeinschaft der Kommunen von Pays d’Aix (Communauté de Communes du Pays d’Aix) (CPA)
- Landesregierung von Bouches du Rhone (Conseil Général des Bouches du Rhone)
- Landesregierung Paca (Conseil Général Paca) (Provence Alpes Côtes d’Azur)
- Regionaldirektion für Kulturangelegenheiten (Direction Régionale des Affaires Culturelles)
- Europäische Kommission.

Ähnliche Schritte werden bei Sponsorfirmen unternommen werden.

Ein Übereinkommen mit dem Finanzamt wird ebenfalls angestrebt, damit die Assoziation „bezüglich von Schenkungen steuerlich gleichgestellt“ wird, um die neuen Steuervorschriften bezüglich Mäzenatentums zu nutzen.

3. Vorstellung der Aktivitäten 2005 – 2006.
Die Generalsekretärin erinnert an das unglaubliche Zusammentreffen der Ereignisse für das Jahr 2006: In der Tat ein Jahr mit doppelter Jahrhundertfeier, das des Todes Paul Cézannes und der Geburt Victor Vasarelys.

Die Stadt Aix-en-Provence und die CPA haben vorgesehen, einen Hauptteil der Feierlichkeiten des „Paul Cézanne-Jahrs“ durch eine Vielzahl von Aktionen zu übernehmen.
Wir schlagen vor, in diese kulturelle Bewegung das Andenken an das Werk Victor Vasarelys einzubringen.

In der Tat scheint es uns angebracht, diese zwei großen Namen der modernen und zeitgenössischen Kunst in Beziehung zu setzen, die das gesamte 20te Jahrhundert in einer von seiner kulturellen und künstlerischen Geschichte gezeigneten Stadt prägen.

Aix-en-Provence hat die Chance diese zwei großen international bekannten Künstler zu empfangen:
- der eine ist in Aix-en-Provence geboren,
- der andere hat diese Stadt gewählt und ihr seine Fondation an einem von Cézanne geschätzten Ort, genannt Jas de Buffon, anvertraut.
Vasarely hat ihm Ehre erwiesen, indem er 1974 in die Grundmauern seines Centre Architectonique ein Pergament mit der Aufschrift „Wie werden Cézanne würdig sein“ einmauerte.

Neben der Fortsetzung der in 2004 begonnenen Projekte wird das Hauptprojekt der Assoziation für 2005 – 2006 sein, den Schöpfer der „Art Optique“ im Rahmen dieser doppelten Jahrhundertfeier zu Ehren und zu feiern.

Pierre Vasarely erklärt, dass schon zahlreiche Schritte bei lokalen, nationalen und europäischen Persönlichkeiten unternommen worden sind :

- Madame Maryse Joissains-Masini, Bügermeister von Aix-en-Provence,
- Madame Claude Pompidou,
- Madame Denise René, 1944 Mitbegründerin mit Victor Vasarely der Galerie Denise René,
- Monsieur Jean-Luc Bredel, Regionaldirektion für Kulturangelegenheiten (Direction Régionale des Affaires Culturelles),
- Monsieur Maurice Chabert, Bürgermeister von Gordes,
- Monsieur Jacques Chirac, Präsident der Republik, der 1976 als damaliger Premierminister das „Centre d’Aix-en-Provence“
eingeweiht hat.
- Monsieur Bertrand Collette, Koordinator des Cézanne-Jahres 2006,
- Monsieur Sandor Csernus, Direktor des Ungarischen Instituts von Paris,
- Monsieur Gabor Demszky, Bürgermeister von Budapest,
- Monsieur Renaud Donnedieu de Vabres, Kultusminister,
- Monsieur André Erdos, Ungarischer Botschafter in Frankreich,
- Monsieur Yves Fauqueur, Landrat von Aix-en-Provence,
- Monsieur Michel Freysset, Direktor des Ateliers Cézanne,
- Monsieur Christian Marchandeau, Bürgermeister von Annet-sur-Marne,
- Monsieur Alfred Pacquement, Direktor des Nationalmuseums der Modernen Kunst,
- Monsieur Josef Sarkany, Direktor des Vasarely Museums von Pécs,
- Monsieur Rilla Szabo, Direktor des Vasarely Museums von Budapest,
- Monsieur Laszlo Toller, Bürgermeister von Pécs,
- etc.

Victor Vasarely hat zu seinen Lebzeiten einen beträchtlichen Teil seiner Gemälde und architektonischen Werke seinem Geburtsland Ungarn wie auch Frankreich, seiner zweiten Heimat, überlassen.

Die treibende Idee des „Victor Vasarely Jahrs 2006“ wird sein, die französischen und ungarischen Städte, die den Lebenslauf des Künstlers bildeten, um Aix-en-Provence als Leitstern und Zentrum seines Schaffens zu vereinen: Pécs und Budapest (Städte mit einem Museum), Arcueil, Belle Ile en Mer, Annet-sur-Marne und Gordes.

Lebenslauf des Künstlers
Victor Vasarely wird am 9 April 1906 in Pécs geboren.
Er verlässt Budapest 1930, um sich endgültig in Frankreich niederzulassen.
Er heiratet in Paris, wird Vater von zwei Kindern und erhält 1959 die französische Staatsbürgerschaft.
Er lebt von 1930 bis 1960 in Arcueil in der Nähe von Paris, danach bis 1994 nicht weit von Paris in Annet-sur-Marne.
In Belle Ile en Mer, das er Ende des Krieges entdeckt, entwickelt er einen Teil seiner graphischen Periode genannt „Belle Ile“.
Von 1949 bis 1990 lebt er in der Provence auf seinem Besitz in Gordes, wo er sein Sommeratelier eingerichtet hat.
Er restauriert dort das Renaissance Schloss von Gordes, damals eine Ruine, um dort sein gemaltes Werk (Musée Didactique 1970-1996) zu zeigen.
Er errichtet und finanziert allein das „Centre Archtectonique d’Aix-en-Provence“ (1976), dessen Gelände von der Stadt Aix geschenkt wurde, um dort sein architektonisches Werk (Vorschlag einer Polychrom Stadt) auszustellen.
Er vermacht seinem Geburtsland wichtige Sammlungen:
- in seinem Geburtshaus in Pécs (Museum 1978 eingeweiht). Sein Werk ist dort neben denen seiner Ehefrau, seines Sohnes Yvaral und zahlreichen anderen kinetischen Künstlern unter anderen Soto, Morellet, Cruz Diez, etc. ausgestellt.
- im Schloss von Zichy in Budapest (1986). Victor Vasarely hat am Muhely von Budapest (Ungarisches Bauhaus) studiert. Seine internationale Karriere wird in den Fünfziger Jahren bestätigt.
Nachdem er in allen größten privaten und öffentlichen Sammlungen der ganzen Welt vertreten ist, überlässt er Frankreich und Ungarn eine anerkannt gemeinnützliche Institution und zwei Museen.
Er stirbt 1997 in Paris.

Überblick der Aktionen durchzuführen im Rahmen der Jahrhundertfeier der Geburt
Das Jahr 2006 muss für unsere Stadt, Frankreich und Ungarn die Gelegenheit sein, diesen international anerkannten Künstler zu feiern.
2005 ist das Vorbereitungsjahr für die Umsetzung der kulturellen Veranstaltungen
:

- Die Assoziation, neben den Kommunikationsdiensten der verschiedenen öffentlichen französischen und ungarischen aufgeforderten Gemeinschaften, richtet sich an die allgemeine wie auch Fachpresse für die kulturellen Veranstaltungen, die im Rahmen der Museen (Ausstellungen), Schulen (Ateliers), Universitäten (Konferenzen), Kunstschulen, Konzertsäle etc. organisiert werden.
- Die MIM (Musique Informtique de Marseille de la Cité de la Musique) schlägt vor, eine « Wanderung » (« parcours ») von Cézanne nach Vasarely zu kreieren, ausgeschmückt und angereichert mit Konferenzen über Bach und Bartok.
- Eine Partnerschaft könnte zwischen den verschiedenen französischen und ungarischen Orten angestrebt werden, wissend dass Gordes and Annet-sur-Marne schon den „ersten Schritt“ 1985 mit einer Partnerschaft gemacht haben, um dem Künstler zu seinen Lebzeiten zu gedenken.
- Im Bücherzentrum (Cité du Livre). Kontakte sind mit „Ecritures croisées“ geknüpft worden, um Ungarn und seine Autoren vorzustellen; Polen war 2004 eingeladen worden.
- Eine Monographie Victor Vasarelys für 2006 wird zurzeit von Pierre Vasarely vorbereitet; mehrere Spezialisten der kinetischen Kunst werden an diesem Projekt teilnehmen.

Zuschussanträge werden daher zum ersten Mal an die oben genannten Gemeinschaften gesandt, um die gesamten beschriebenen Vorhaben gut durchzuführen und zu koordinieren.

Die Assoziation zur Verteidigung und Förderung des Werkes Victor Vasarelys wünscht dieses Projekt voranzutreiben und die Wünsche jedes einzelnen zu vereinigen.

4. Verschiedenes.
- Mehrere Mitglieder der Assoziation möchten die Verbindung zwischen der Fondation Vasarely in Aix-en-Provence und der Assoziation, an der sie teilhaben, verstehen.

Pierre Vasarely erinnert, dass die Fondation Vasarely Objekt mehrer Gerichtsverfahren war, mit Verwicklung des Dekan Charles Debbasch, ehemaliger Präsident von 1981 bis 1993, und der Familie Vasarhelyi; und dass die Assoziation zur Verteidigung und Förderung des Werkes Vasarelys in keinem Fall der einen oder anderen Seite solidarisch war.
Diese „Affaire“, die in den 90ziger Jahren im Mittelpunkt der Gerichtschronik stand, ist übrigens nicht völlig geregelt trotz der Verurteilung des damaligen Universitätsprofessors aus Aix.
Auf alle Fälle drückt die Assoziation durch ihren Präsidenten ihren guten Willen aus, mit der Fondation Vasarely, größtes Symbol des Schaffens Victor Vasarelys, im Rahmen des Andenkens zusammenzuarbeiten.
Pierre Vasarely erklärt, dass er
- einziger Enkel von Claire und Victor Vasarely ist,
- der ehemalige künstlerischer Direktor der Fondation Vasarely von 1986 bis 1997 – „Musée Didactique“ von Gordes und des „ Centre Architectonique“ von Aix-en-Provence war,
- Mitglied der „Union Francaise des Experts“ ist,
- der Verwahrer der Rechte Victor Vasarelys innerhalb der Fondation ist.

All diese vorgebrachten Tatsachen bestärken sein Engagement und bezeugen seine Zuneigung, durch die Assoziation den bildenden Willen seines Großvaters zu realisieren.

- Ausblick
Das belegte Interesse für die Internetseite wie auch die Anstrengungen seiner Mitglieder lässt auf eine günstige Ausweitung für die Aktivitäten der Assoziation hoffen
.

Die Sitzung wird um 22°° beendet.
Die nächste Generalversammlung findet im Monat Mai 2005 statt.

 

 
 
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